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 SandAchse und Stadtwerke Erlangen (PM 02/2001)

  

 
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Text der Pressemitteilung 02/2001 als WinWord-Dokument


Trinkwasser- und Naturschutz gehen Hand in Hand


Die Versorgung der Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser und der Erhalt von wertvollen Sandlebensräumen sind Ziele, die sich gegenseitig fördern. Im Rahmen des Naturschutzgroßprojektes SandAchse Franken hatten Projektbüro und Agentur Wasserversorger und Projektpartner zu einer gemeinsamen Veranstaltung mit den Erlanger Stadtwerken geladen. Im Mittelpunkt des fachlichen Austauschs stand der Nutzen von Sandmagerrasen in Wasserschutzgebieten.


Seit Juli 2000 ist im Rahmen des Projektes SandAchse Franken eine breite Kooperation für den Schutz von Sandlebensräumen entstanden. Eines der Ziele ist die Schaffung eines Biotopverbundes, was nur durch die Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern möglich ist. Dass auch und gerade die Wasserversorgungsunternehmen Partner der SandAchse sein können, zeigte die Veranstaltung im Erlanger Wasserwerk West.

Sandmagerrasen sind seltene, von Natur aus niedrig-wüchsige Wiesen, die nur auf sehr nährstoffarmen und sandigen Böden wachsen können und Lebensraum für eine Vielzahl seltener und bedrohter Pflanzen und Tiere sind.


Wie Joachim Backhaus, Betriebsleiter der Erlanger Stadtwerke, in seinem Referat ausführte, fördere der Schutz und die Entwicklung dieser für Mittelfranken charakteristischen Lebensgemeinschaft gleichzeitig den Grundwasserschutz. Anhand eindrucksvoller Zahlen konnte er nachweisen, dass an Standorten, an denen Maßnahmen zur Förderung der Sandmagerrasen durchgeführt wurden, eine deutliche Verringerung der Nitratbelastung des Grundwassers erzielt wurde. Selbst ein Abschiebung des Oberbodens, was üblicherweise von Wasserverorgungsunternehmen strikt abgelehnt wird, habe an den Standorten zu keiner Mobilisierung oder einem Entzug von Stickstoff geführt. Allerdings sei es sehr stark von Standort abhängig, ob eine Verletzung des Oberbodens in Frage komme, betonte Backhaus.


Einig waren sich alle Anwesenden, dass die Förderung der Sandmagerrasen mit einer intensiven Öffentlichkeitsarbeit einher gehen muss. Brigitte Weinbrecht, Projektmanagerin der SandAchse Franken, stellte dar, dass gerade in diesem Bereich vom Projekt vieles geleistet werde. Letztendlich sei es auch ein Erfolg der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit der SandAchse, dass sich immer mehr Flächeneigentümer wie Betriebe und Versorgungsunternehmen auf freiwilliger Basis sich am Schutz der Sandlebensräume beteiligen.

Die SandAchse Franken ist eine Allianz von sieben Landkreisen und fünf kreisfreien Städten von Bamberg im Norden und Weißenburg im Süden. Getragen wird sie vom Bund Naturschutz in Bayern e.V, dem Deutschen Verband für Landschaftspflege e.V. und dem Landesbund in Bayern e.V. Informationen zur SandAchse gibt es unter Tel. 09131/977358 oder im Internet unter www.sandachse.de
gez. Brigitte Weinbrecht

Projektmanagerin