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 Symposium Forschung und Naturschutz in Sandlebensräumen ein voller Erfolg (PM 04/2001)

  

 
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Text der Pressemitteilung 04/2001 als WinWord-Dokument


Erlanger Symposium Forschung und Naturschutz in Sandlebensräumen ein Riesenerfolg

Aber: Keine Entwarnung beim Artenschwund !


Mit 220 Teilnehmerinnen und Teilnehmern fand am Wochenende das international besetzte, bisher größte Symposium zu Forschung und Naturschutz in Sandlebensräumen statt.


Alle relevanten Institutionen und Organisationen, die sich derzeit mit dem Thema Sandlebensräume beschäftigen, waren auf dem Symposium vertreten.


In Ihrem Fazit betonten die Vertreter der Trägerverbände (Bund Naturschutz, Deutscher Verband für Landschaftspflege und Landesbund für Vogelschutz), das große Interesse an dieser Veranstaltung zeige, dass sich die SandAchse Franken mit ihren Zielen Schutz und Entwicklung von Sandlebensräumen auf dem richtigen Weg sei.


Die verschiedenen Beiträge von Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis zeigten deutlich die Brisanz der Situation: Ein über den mitteleuropäischen Raum hinaus bedrohter Lebensraum mit einzigartiger Flora und Fauna ist in hohem Maße gefährdet. Eins vor zwölf also, wenn das Aussterben vieler Arten noch verhindert und die Liste ausgestorbener Arten - wie im mittelfränkischen Sandgebiet der Kleine Waldportier, ein schöner Tagfalter mit starker Bindung an Sandlebensräume - nicht noch länger werden soll. Die ReferentInnen haben ausgeführt, dass jede noch so kleine Fläche wichtig für den Arterhalt ist und dass sofort mit dem Schutz begonnen werden muss, denn die meisten Sandarten können nur kurz als Samen im Boden überdauern. Das Projekt SandAchse wurde gerade noch rechtzeitig begonnen. Jetzt kommt es auf die Unterstützung der Städte, Landkreise und Gemeinden an", so Tom Konopka als Vertreter des Bund Naturschutz.


Derzeit wird der Schutz der hochbedrohten Lebensräume auf Sand überall vorangetrieben. Beispiele aus dem Volkacher Sandgebiet, den Darmstädter Sanden oder den niederösterreicher Dünengebieten zeigten die große Bandbreite der Aktivitäten. Das Projekt SandAchse Franken, das sich von Weißenburg über Nürnberg bis Bamberg erstreckt, stellte sich dabei als das größte hinsichtlich Projektgebiet (2.000 km2) und Finanzvolumen (2,3 Mio. DM in zwei Jahren) heraus.

"Die hervorragenden Beiträge über praktische Schutzmaßnahmen, z.B. das Neuanlegen von Sandtrockenrasen, die dauerhafte Pflege mit Schafen, ja sogar mit Wollschweinen, oder regelmäßige Störungen zur Schaffung von Offensandflächen zeigen den Weg, mit dem wir in den nächsten Jahren die für unsere Region so typischen Sandflächen erhalten und ausweiten können", so Wolfram Güthler vom Deutschen Verband für Landschaftspflege. Deutlich hat das Symposium auch gezeigt, dass menschliche Einflüsse, wie Trampelpfade oder im Sand wühlende Kinder, sich positiv für zahlreiche Spezialisten der Sandökosysteme, wie Stechimmen oder Zwergbinsengesellschaften, auswirken können. Die Verknüpfung Naturschutz mit Naherholung wäre in vielen Fällen problemlos.


Veranstalter waren neben den Trägerverbänden BN, DVL und LBV auch die Universität Erlangen, die staatliche Akademie für Naturschutz und Landschaftsplanung (ANL) und das Projektbüro SandAchse.

gez. Brigitte Weinbrecht, Projektmanagerin