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der Pressemitteilung 10/2001 als WinWord-Dokument
Neuer Sandlebensraum an der Schleuse Eibach
entstanden
An der Schleuse Eibach des Main-Donau-Kanals ist
im Rahmen der SandAchse Franken ein neuer Lebensraum für
Pflanzen und Tiere entstanden. Josef Göppel, MdL, stellte den
Beteiligten die Maßnahme vor und überreichte dem Wasser- und
Schifffahrtsamt ein Pflege- und Entwicklungskonzept.
Wo noch im vergangenen Jahr nur wenige Baum -und Straucharten
wuchsen, blühen heute zahlreiche seltene Sandpflanzen wie
Silbergras, Sandglöckchen und Sandgrasnelke. Wildbienen sind
auf Nahrungssuche und Heuschrecken springen bei jedem Schritt
über die Fläche auf.
Bereits im Januar wurde vom Wasser- und Schiffahrtsamt, dem
Eigentümer der Fläche ein rund 200 m langer Böschungsbereich
entlang des Main-Donau-Kanals an der Schleuse Eibach entbuscht.
Im April wurden sechzig Kubikmeter Sand auf die Böschung
ausgebracht. Der Sand stammte von einer Naturschutzmaßnahme im
Naturschutzgebiet Hainberg und enthielt noch zahlreiche Soden
des ursprünglichen Sandmagerrasens. Die Pflanzen sind wieder
angewachsen, die im Boden vorhandenen Samen sind gekeimt, so
dass Josef Göppel sich gemeinsam mit den Kooperationspartnern,
dem Wasser- und Schiffahrtsamt, dem Umweltamt Nürnberg und der
Fachhochschule Weihenstephan, über den Erfolg der Maßnahmen
freuen kann.
"Eine so große Aktion wird allerdings die Ausnahme
bleiben", erläutert der Vorsitzende des Deutschen
Verbandes für Landschaftspflege. "Sowohl die Kosten als
auch die Verfügbarkeit an geeignetem Oberboden spricht dafür,
in Zukunft vor allem die sowieso laufenden Pflege- und
Unterhaltsmaßnahmen wo möglich an die Bedürfnissen der
Sandarten anzupassen", so Göppel weiter.
Erleichtert wird diese Arbeit durch ein kürzlich
fertiggestelltes Pflege- und Entwicklungskonzept, das Josef
Göppel an den stellvertretenden Leiter des Wasser- und Schiffahrtsamts,
Herrn Bejan, überreichte. Ziel des im Rahmen einer Diplomarbeit an der
Fachhochschule Weihenstephan entstandenen Werkes ist es,
Böschungen und Nebenflächen des Kanals zu einem Biotopverbund
für Sandspezialisten zu entwickeln. Dafür müssen offene,
besonnte und nährstoffarme Flächen entstehen. Jakob Leybold,
der Verfasser der Arbeit, hat darauf geachtet, dass die
vorgeschlagenen Maßnahmen vom Arbeitsumfang und Kostenrahmen
weitgehend in die anfallende Unterhaltung integriert werden
können. So müssen z.B. die Dammböschungen aus
Sicherheitsgründen ohnehin frei von Gehölzen gehalten und
regelmäßig gemäht werden. Die Initiatoren der Maßnahme an
der Schleuse Eibach hoffen nun, dass viele in dem Pflege- und
Entwicklungskonzept vorgeschlagenen Maßnahmen umgesetzt werden.
Josef Göppel lobte die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten.
Das Wasser- und Schiffahrtsamt hatte sich als einer der ersten
Flächeneigentümer zur Kooperation mit der SandAchse bereit
erklärt. Die SandAchse Franken ist das größte bayerische
Naturschutzprojekt und startete im vergangenen Jahr. Die Träger
des Projektes Bund Naturschutz in Bayern e.V., Deutscher Verband
für Landschaftspflege e.V. und Landesbund für Vogelschutz in
Bayern e.V. wollen gemeinsam mit fünf kreisfreien Städten und
sieben Landkreisen von Weißenburg bis Bamberg dafür Sorgen,
dass auch in Zukunft die attraktiven und wertvollen
Sandlebensräume Teil unsere Heimat sind. Maßnahmen wie die an
der Schleuse Eibach sind wichtige Schritte, um dieses Ziel zu
erreichen.
gez. Peter Mlnarik, SandAchse - Agentur
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