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Neuer Lebensraum für Sandarten (PM 13/2001)

  

 
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Text der Pressemitteilung 13/2001 als WinWord-Dokument


Neuer Lebensraum für Sandarten


Im Landkreis Roth können sich die Bürger genauso wie die Bewohner der Sandlebensräume in Zukunft über zusätzliche 14.000 Quadratmeter Lebensraum freuen. Erstmals wurde im Rahmen des Projektes SandAchse Franken eine sandige Fläche gekauft. Der Landkreis will sie nun mit Hilfe von Pflegemaßnahmen ökologisch aufwerten.


Im Projekt sollen zukünftig weitere Flächen aufgekauft und gepflegt werden. Verkaufswillige Privateigentümer sandiger Waldstücke, von Äckern, Wiesen und Brachland werden gebeten, mit dem Projektbüro Kontakt aufzunehmen (Tel. 09131/977358).

Walter Schnell, stellvertretender Landrat des Landkreises Roth, freute sich beim Ortstermin mit Vertetern der Trägerverbände und der unteren Naturschutzbehörde, dass gerade in Roth die erste Fläche mit Hilfe der SandAchse gekauft werden konnte. Der 1,4 ha große Biotopkomplex liegt nordwestlich von Eckersmühlen auf Terrassensanden im Tal der Kleinen Roth. Der Kauf der Fläche wird im Rahmen des Projektes mit 75% vom Bayerischen Naturschutzfonds gefördert. "Unser Landkreis bemüht sich bereits seit einigen Jahren erfolgreich um den Schutz der Sandlebensräume. Seit 1997 werden Maßnahmen im Tal der Roth und im Sandabbaugebiet Pyras-Unterrödel durchgeführt", berichtete Schnell. Seit vergangenem Jahr ist der Landkreis Roth eine von zwölf Gebietskörperschaften, die sich gemeinam mit dem Bund Naturschutz e.V. (BN), dem Deutschen Verband für Landschaftspflege e.V. (DVL) und dem Landesbund für Vogelschutz e.V. (LBV) im Projektgebiet zwischen Bamberg und Weißenburg für den Erhalt und die Entwicklung der für unsere Region typischen Sandlebensräume einsetzen.

Auch Bernd Raab, Referent für Landschaftökologie beim LBV, würdigte die Leistungen des Landkreises. "Roth kann sicherlich als eine Keimzelle für die Idee der SandAchse Franken bezeichnet werden", erläuterte Raab. "Mit Hilfe des Ankaufs von Flächen mit sandigem Boden soll überall im Projektgebiet der SandAchse Franken an einem Biotopverbund gearbeitet werden. Das nun erworbene Flurstück befindet sich in zentraler Lage im Projektgebiet und soll als wichtiges Vernetzungsstück dienen", so Raab weiter.

Damit der Biotopkompkex aus Brachfläche, Acker, Wiese und Wald diese Funktion übernehmen kann, soll es nun mit Hilfe von Pflegemaßnahmen aufgewertet werden. Thomas Weimert, untere Naturschutzbehörde, erklärt dazu: "Als Grundlage für unsere Pflegemaßnahme dient eine detaillierte Erfassung des Ist-Zustandes. Die Wiese wird mit Hilfe zweimaliger Mahd ausgehagert. An einigen Stellen wird ein Abschieben des Oberbodens sinnvoll sein, um wertvolle Offenbodenstandorte zu schaffen." Ein erstes Highlight wurde auf der gekauften Fläche bereits gefunden: Der Gesprenkelte Ginsterspanner ist eine in ganz Deutschland stark gefährdete Schmetterlingsart und hat seinen Verbreitungsschwerpunkt in der SandAchse. Auf ihn soll bei Pflegemaßnahmen natürlich besonders Rücksicht genommen werden.

gez. Brigitte Weinbrecht, Projektmanagerin