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der Pressemitteilung 02/2003 als WinWord-Dokument
Frauen machen freiwilligen Dienst im Stadtgebiet
Drei Junge Frauen absolvieren das freiwillige ökologische Jahr (FÖJ) bei der Stadt Nürnberg. Gemeinsam mit der
Agentur SandAchse pflegen sie derzeit Sandbiotope im Stadtgebiet. Trotz frostiger Temperaturen sind die
drei Freiwilligen mit großer Begeisterung dabei.
Junge Frauen, die sich für den Dienst an der Waffe interessieren, machten in den letzten Jahren immer
wieder Schlagzeilen. Ganz still dagegen ist es bisher um die wachsende Schar an Jugendlichen gewesen,
die sich bereit erklären, ein Jahr lang freiwillige ökologische Leistungen für die Gesellschaft zu
erbringen. Dabei sind solche Vorbilder für die heutige Jugend, der oft mangelndes soziales Engagement
nachgesagt wird, von großem Wert.
In punkto Ausdauer, Stärke und Zähigkeit stehen die FÖJ-Teilnehmerinnen den Soldatinnen keineswegs nach.
Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt oder Regen leisten sie teilweise Schwerstarbeit im Außenbereich.
Bäume werden mit Äxten entastet, Äste geschleppt und Baumstämme aufgeschlichtet. Die ökologisch
wertvollen Sandmagerrasen im Stadtgebiet müssen von schattenspendenden Gehölzen und Abfall befreit
werden, damit die sonnenverwöhnten, an Sandböden spezialisierten Tier- und Pflanzenarten wieder
durchatmen können. Dabei lernen die jungen Nürnbergerinnen nicht nur Wissenswertes über Ökologie,
sondern auch die unangenehmen Angewohnheiten mancher ihrer Mitbürger kennen, die die ökologisch
wertvollen Flächen als Müllplatz oder Hundeklo missbrauchen. Die Einsatzgebiete sind in diesem Jahr die
Terrassenböschung der Rednitz an der Schalkhauserstraße in Reichelsdorf, eine Freifläche am Bahnhof
Reichelsdorf sowie eine Sanddüne im Wald nahe des Tierheims.
Adelheid Nowak, Bettina Stadler (20) und Maja Schwerin (19) sind seit September 2002 im Geschäftsbereich
des Umweltreferats tätig. Über das Jahr hindurch werden sie in allen Dienststellen, von der
Abfallwirtschaft über das Umwelt- und Gartenbauamt bis zum Landschaftspflegeverband eingesetzt. Ein
besonderes Highlight ist die Mitarbeit beim Naturschutzgroßprojekt SandAchse Franken. Auf diese Weise
bekommen die jungen Frauen das ganze Spektrum der Umweltarbeit hautnah mit. Von klassischen
Büroarbeiten, über Öffentlichkeitsarbeit bis zu Gartenarbeiten und Landschaftspflege ist alles drin.
Die jungen Frauen werden intensiv von den Dienststellen betreut und sind eng in die Arbeitskollektive
eingebunden. So werden auch gezielt soziale Kompetenzen vermittelt. Die erworbenen Kenntnisse und
Erfahrungen nutzen den Jugendlichen nicht nur bei ihrer beruflichen Orientierung. Der tägliche Umgang
mit Kollegen und Bürgern, der oft nicht frei von Konflikten ist, stärkt das eigene Selbstbewußtsein und
die Sensibilität für Belange Anderer.
Auch die Stadt profitiert vom Engagement der jungen Leute für die Umwelt. So werden derzeit
beispielsweise im Rahmen des Projektes SandAchse Franken Pflegemaßnahmen in Sandbiotopen durchgeführt,
für die anderweitig öffentliche Mittel in Anspruch genommen werden müssten. In Zeiten der
Haushaltsperren und Sparzwänge wären viele der Maßnahmen ohne die Mithilfe der FÖJ-Kräfte nicht
durchführbar.
Das Freiwillige Ökologische Jahr gibt es in Bayern seit 1995 für junge Leute zwischen 16 und 27 Jahren.
Ziel ist es, jungen Menschen die Möglichkeit zu bieten, "Persönlichkeit und Umweltbewußtsein zu
entwickeln und für Natur und Umwelt praktisch zu handeln." Die praktische Tätigkeit wird vom Träger
pädagogisch begleitet. Das FÖJ beginnt jeweils im September und endet im August des Folgejahres.
Interessenten für den nächsten Jahreszeitraum können sich im März 2003 bei dem für Nürnberg zuständigen
Träger informieren: FÖJ-Referat der Evanglischen Jugend i. Bayern (EJB), Stadtparkstraße 8, 91788
Pappenheim, Tel.: 09143-604 60; mail: foejejb@t-online.de.
gez. Petr Mlnarik
Agentur SandAchse
Auf Wunsch kann ein Pressetermin beim Außeneinsatz vereinbart bzw. Fotomaterial zur Verfügung gestellt
werden. Anmeldung bitte bei: Petr Mlnarik Tel. 0911/231-4723 |