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Text
der Pressemitteilung als WinWord-Dokument
Neues Sandparadies in der „Dooser Eng“ entsteht.
Stadt Fürth und Landschaftspflegeverband Mittelfranken schaffen
ein neues Sandparadies für Mensch und Natur in der „Dooser Eng“.
Schüler bepflanzen Sandböschung mit seltenen Sandpflanzen.
Erholungssuchende willkommen.
An der Stadtgrenze Nürnberg-Fürth im Stadtteil Doos geht es im
Pegnitztal sehr eng zu. Der Fluß ist eingezwängt zwischen zwei
steile Terrassenkanten. Das war jedoch nicht immer so. Vor einem
halben Jahrhundert war hier das Tal noch weit. In den Talwiesen
und auf den natürlichen Terrassenhängen weideten Schafe.
Ausgedehnte Sandmagerrasen boten Lebensraum für viele, heute
seltene Tiere und Pflanzen. 1935 hat man die warmwasserführenden
Espanquellen gebohrt. Hier sollte das größte Thermalbad
Deutschlands entstehen.
Mit Kriegsbeginn wurde dieses Vorhaben jedoch eingestellt. Nach
dem Krieg füllte man den Talraum bis zur heutigen Gestalt mit
Bauschutt auf. Ab 1952 entstanden dort die Kleingartenanlagen
Espan I und II.
1961 hat die Stadt die heute beliebte Parkanlage Kleine Mainau
mit der sog. Gaggerlas-Quelle und Brunnentempel errichtet.

Die von Menschenhand angelegte Terrassenkante östlich des
Pegnitzufers beherbergt heute neben weiten verbuschten Bereichen
auch einen kleinflächigen Sandmagerrasen. Dieser kleine Rest der
ehemals für die Pegnitzterrassen charakteristischen Lebensräume
wird nun ökologisch verbessert und erweitert.

Dazu wurden im Herbst vergangenen Jahres auf einer Fläche von
1500 Quadratmetern die Gebüsche entfernt, der nährstoffreiche
Oberboden mit schwerem Gerät abgeschoben und durch reinen Sand
ersetzt. Der Sand ist bei der Anlage der neuen Flussschleifen im
Zuge der Pegnitzrenaturierung vor Ort angefallen. So entstanden
nährstoffarme, offene Sandbereiche. Zahlreiche Sandspezialisten
unter der Fauna und Flora, wie z.B. die Blauflügelige
Ödlandschrecke, brauchen solche Bedingungen zum Überleben. Neben
den natürlichen Bewohnern sollen hier auch Erholungssuchende
Platz bekommen. Vor allem Kinder können hier auf spielerische
Weise das Element Sand erfahren.
Die bis dato vegetationsfreie Sandböschung wurde gestern mit
charakteristischen Sandpflanzen bepflanzt. Dazu wurden auf einem
kurz vor Bebauung stehendem Grundstück in Nürnberg Gras-Soden
eines seltenen Sandmagerrasens entnommen und auf die neu
geschaffenen Sandrohböden in Fürth verpflanzt. Auf diese Weise
kann man einerseits bedrohte Pflanzenarten retten und
andererseits die typischen Arten, die in Doos bereits
verschwunden sind, hier wieder ansiedeln. Die Aktion ist im
Rahmen eines Praxistages im Unterrichtsfach Ökologie von
fünfzehn Schülern und Schülerinnen sowie zwei Lehrern der
Staatlichen Berufsschule I, Abteilung Agrarwirtschaft aus Fürth
unter der fachlichen Anleitung seitens der Agentur SandAchse und
des Landschaftspflegeverbandes Mittelfranken durchgeführt
worden. Bezirks- und Stadträtin Gaby Köpplinger, Stadtrat
Herbert Schlicht sowie Berufsschul-Direktor Rost haben die
Schüler bei der Pflanzaktion besucht und gaben sich mit den
Ergebnissen zufrieden.
Das in der Städteachse einmalige Projekt ist ein Teil des
Naturschutzgroßprojektes SandAchse Franken. Die in Nürnberg
ansässige Agentur SandAchse hat es initiiert und betreut es. Das
Umweltplanungsamt der Stadt Fürth hat die planerischen und
organisatorischen Vorarbeiten geleistet. Die Maßnahmen werden
vom Landschaftspflegeverband Mittelfranken umgesetzt. Dieser
wird auch die langfristige Pflege übernehmen.
Die SandAchse Franken ist das größte Naturschutzprojekt in
Bayern. Das Projektgebiet umfasst ca. zwei tausend
Quadratkilometer und erstreckt sich zwischen Bamberg und
Weißenburg. Die Projektträger sind Bund Naturschutz e.V.,
Deutscher Verband für Landschaftspflege e.V. und Landesbund für
Vogelschutz e.V. Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie
beim Projektbüro SandAchse un-ter Tel. 09131/977358 und im
Internet unter www.sandachse.de.
Auf Wunsch können gerne digitale Bilder von der Pflanzaktion zur
Verfügung gestellt werden.
gez. Petr Mlnarik
Agentur SandAchse
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