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PM 6/2004

  

 
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Naturschutzprojekte erfolgreich


Beim gestrigen innovativen Triesdorfer Umwelttag, veranstaltet von der Fachhochschule Weihenstephan/Abt. Triesdorf in Zusammenarbeit mit der SandAchse Franken stand das Thema „Naturschutzprojekte in Bayern“ auf der Tagesordnung. Etwa 80 Projektmanager aus ganz Bayern, Vertreter von Behörden, Hochschulen und Naturschutzverbänden trafen sich, um ihre Erfahrungen in der Naturschutzarbeit auszutauschen und über Erfolge, Schwierigkeiten und die Zukunft der Projekte zu diskutieren.

In einführenden Worten erläuterte der Schirmherr der Veranstaltung MdB Josef Göppel, Vorsitzender des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege, die Bedeutung von Naturschutzprojekten: „Die Zukunftsfähigkeit von Regionen hängt nicht nur von den Arbeitsmöglichkeiten ab, sondern in besonderem Maße auch vom Zustand der Natur.“
Diese zu erhalten und zu fördern ist das Ziel aller Naturschutzprojekte. „Allein im Rahmen des sogenannten BayernNetzNatur wurden mit unterschiedlichen Fördersystemen inzwischen 307 Projekte zum Arten und Biotopschutz initiiert“, erklärte Georg Schlapp, Abteilungsleiter Naturschutz beim Landesamt für Umweltschutz in Augsburg.
Träger dieser Naturschutzvorhaben sind vielfach die großen Naturschutzverbände in Bayern, wie z.B. der Bund Naturschutz, der Landesbund für Vogelschutz oder die Landschaftspflegeverbände.

Die Naturschutzvorhaben, wie zum Beispiel die Großprojekte „SandAchse Franken“, „Lebensraum Lechtal“ oder „Nepomuk“ in der Oberpfalz können auf sehr gute Erfolge zurückblicken. Neben der Sicherung von Naturschutzflächen durch Ankauf oder Pacht oder die Initiierung von Pflegemaßnahmen konnten umweltgerechte Nutzungsformen, wie die Beweidung sichergestellt werden.

Wichtiger Bestandteil dieser Naturschutzgroßprojekte ist auch die Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit.
„Durch die verstärkte Werbung und Information haben Sandlebensräume enorm an Bekannt- und Beliebtheit zugenommen. Sie werden ernst genommen und bei kommunalen Planungen besser berücksichtigt“, so Andreas Niedling, Projektmanager der SandAchse Franken.

Als Erfolgskonzept hat sich auch die Arbeit der Agentur SandAchse erwiesen, die in den kreisfreien Städten mit mehr als 35 Partnern aus Wirtschaft und Verwaltung zusammenarbeitet und Freiflächen sandgerecht gestaltet. „Die freiwillige Zusammenarbeit mit Firmen ist eine lohnende Ergänzung zu klassischen Landschaftspflegemaßnahmen geworden und ein wichtiger Baustein für den Naturschutz in der Stadt“, so Petr Mlnarik von der Agentur SandAchse. Durch seine Arbeit konnten in den Städten bereits über 60 ha an Pflegeflächen dazu gewonnen werden.
Dass es manchmal auch Probleme bei der Umsetzung von Naturschutzprojekten gegeben hat, wurde von den anwesenden Projektbetreuern nicht verschwiegen. Insbesondere die finanzielle Unsicherheit bei der Planung von Naturschutzmaßnahmen im Rahmen des Landschaftspflege- oder Vertragsnaturschutzprogrammes sei für die Projektumsetzung wenig förderlich. Auch seien, insbesondere bei Großprojekten, längere Projektlaufzeiten anzustreben.

Die SandAchse Franken ist Bayerns größtes Naturschutzprojekt. Beteiligt sind sieben Landkreise und fünf kreisfreie Städte von Bamberg im Norden bis Weißenburg im Süden, sowie die Trägerverbände Bund Naturschutz in Bayern e.V. (BN), Deutscher Verband für Landschaftspflege e.V. (DVL) und Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV). Ziel des Projektes ist der Erhalt und die Förderung der Sandlebensräume als unersetzbare Bestandteile unserer fränkischen Landschaft. Das Projekt SandAchse Franken wird im Projektzeitraum (2000 – 2005) mit 2,4 Millionen € durch den Bayerischen Naturschutzfonds aus Zweckerlösen der GlücksSpirale finanziell gefördert.
Mehr zum Projekt gibt es unter www.sandachse.de.

gez.
Prof. Dr. U. Asmus (FH Weihenstephan),
A. Niedling und Dr. A. Prechtel (Projektmanagement SandAchse Franken)