SandAchse Franken
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PM 6.04. 2005

  

 
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Die Zukunft der „SandAchse Franken“ ist für die nächsten zwei Jahre gesichert


Die zwölf Projektpartner der SandAchse Franken, alle Städte und Landkreise zwischen Bamberg und Weißenburg, beteiligen sich weiterhin am gleichnamigen Naturschutzprojekt . Auf kleiner Flamme kann das Projekt auch nach Auslaufen der Förderung durch den bayerischen Naturschutzfonds im Juni 2005 weiterbetrieben werden. Die Städte- und Landkreisvertreter unterstützen das Vorhaben der Trägerverbände, einen weiteren Förderantrag beim Bayerischen Naturschutzfonds zu stellen.

Die Vertreter und Vertreterinnen der Landkreise und Städte im Projektgebiet des größten bayerischen Naturschutzprojektes SandAchse Franken, sowie der Trägerverbände Bund Naturschutz, Deutscher Verband für Landschaftspflege und Landesbund für Vogelschutz entschieden bei einem Treffen in Fürth, dass das erfolgreiche Projekt unbedingt fortgesetzt werden und ein Förderantrag beim Bayerischen Naturschutzfonds eingereicht werden soll.
Trotz der angespannten Haushaltslage der Kommunen hatte sich keiner der Projektbeteiligten gegen eine Fortführung des Projektes ausgesprochen. Alle werden sich weiterhin auch finanziell am Projekt beteiligen.
„Ziel der Fortführung ist es, Sandlebensräumen dauerhaft einen Platz in unserer Landschaft zu verschaffen und sie als typisches Element unserer Region nachhaltig zu fördern“, erläuterte Tom Konopka, Regionalreferent des Bundes Naturschutz in Bayern e.V. (BN).
„Sandbiotope sind dabei nicht nur Lebensraum für seltene, oft speziell an das „Wüstenklima“ angepasste Tiere und Pflanzen, sondern auch Erholungs- und Lebensraum für den Menschen. Besonders in Ballungsgebieten, wie auch im Raum Nürnberg, profitieren viele Bürger von diesen Naturschutzflächen“, so Konopka weiter.
Die fünfjährige Förderphase des Projektes läuft am 30. Juni dieses Jahres aus. Durch die beispielhafte Zusammenarbeit der Behörden und der Naturschutzverbände konnte in diesen fünf Jahren viel geleistet werden:
Sandlebensräume haben an Stellenwert, Bekannt- und Beliebtheit zugenommen. Sie werden in der Kommunalpolitik stärker geschätzt und berücksichtigt.
Wertvolle Sandflächen konnten gekauft oder angepachtet werden. 30 Hektar Sandlebensräume wurden bisher über das Projekt SandAchse dauerhaft gesichert.
Firmen gestalten freiwillig Freiflächen auf Sand. Durch die Arbeit der Agentur SandAchse konnte die Zusammenarbeit mit über 40 Unternehmen und Einrichtungen in den kreisfreien Städten im Projektgebiet initiiert werden.
Das Thema Sand ist in vielen Schulen Bestandteil in der Bildungsarbeit. Über 15.000 Kinder und Jugendliche haben bei Exkursionen und Aktionen Sandlebensräume hautnah kennengelernt. Eine Reihe von Bildungs- und Informationsmaterialien für Lehrer, Schüler und alle Interessierten stehen zur Verfügung.

Beim anschließenden Außentermin in der Kleinen Mainau im Pegnitztal bei Fürth besichtigten die anwesenden VertreterInnen der Städte, Landkreise, Fachbehörden und Trägerverbände einen typischen Sandlebensraum, der im Rahmen der Pegnitzrenaturierung angelegt werden konnte. Die Renaturierung des Wasserwirtschaftsamtes Nürnberg und der Stadt fand bereits 2003 statt und führt zur Entwicklung von attraktiven Sandbänken und Uferanrissen. Der Pegnitzstrand lässt grüßen.

Dieter Speer vom Landschaftspflegeverband Mittelfranken und Monika Preinl vom Umweltplanungsamt der Stadt Fürth erläuterten die im letzten Jahr durchgeführten Maßnahmen zur Schaffung eines Sandmagerrasens in unmittelbarer Nachbarschaft zum seit Jahren unter Naturschutz stehenden Magerrasen an der Hangkante der Mainau. In einer konzertierten Aktion hatten der Landschaftspflegeverband Mittelfranken, das Wasserwirtschaftamt Nürnberg, die Agentur SandAchse, das Umweltplanungsamt sowie SchülerInnen der Staatlichen Berufsschule in Fürth einen Sandmagerrasen angelegt. Für Sandspezialisten wie die Blauflügelige Ödlandschrecke, dem Wappentier der SandAchse, oder das Silbergras wurde hiermit neuer Lebensraum geschaffen. Gleichzeitig bieten die Flächen am Fluss und an der Pegnitzböschung aber auch Platz für Erholungssuchende. Vor allem Kinder können hier auf spielerische Weise das Element Sand erfah-ren.

Die SandAchse Franken ist Bayerns größtes Naturschutzprojekt. Beteiligt sind sieben Landkreise und fünf kreisfreie Städte von Bamberg im Norden bis Weißenburg im Süden, sowie die Trägerverbände Bund Naturschutz in Bayern e.V. (BN), Deutscher Verband für Landschaftspflege e.V. (DVL) und Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV). Ziel des Projektes ist der Erhalt und die Förderung der Sandlebensräume als unersetzbare Bestandteile unserer fränkischen Landschaft. Das Projekt SandAchse Franken wird im Projektzeitraum (2000 – 2005) finanziell gefördert durch den Bayerischen Naturschutzfonds aus Zweckerlösen der GlücksSpirale unter Kofinanzierung durch die Europäische Union (EAGFL).
Mehr zum Projekt gibt es unter www.sandachse.de.


gez. Andreas Niedling, Dr. Annette Prechtel
Projektmanagement