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Text
der Pressemitteilung als WinWord-Dokument
Die Zukunft der „SandAchse Franken“ ist für die
nächsten zwei Jahre gesichert
Die zwölf Projektpartner der SandAchse Franken, alle Städte und
Landkreise zwischen Bamberg und Weißenburg, beteiligen sich
weiterhin am gleichnamigen Naturschutzprojekt . Auf kleiner
Flamme kann das Projekt auch nach Auslaufen der Förderung durch
den bayerischen Naturschutzfonds im Juni 2005 weiterbetrieben
werden. Die Städte- und Landkreisvertreter unterstützen das
Vorhaben der Trägerverbände, einen weiteren Förderantrag beim
Bayerischen Naturschutzfonds zu stellen.
Die Vertreter und Vertreterinnen der Landkreise und Städte im
Projektgebiet des größten bayerischen Naturschutzprojektes
SandAchse Franken, sowie der Trägerverbände Bund Naturschutz,
Deutscher Verband für Landschaftspflege und Landesbund für
Vogelschutz entschieden bei einem Treffen in Fürth, dass das
erfolgreiche Projekt unbedingt fortgesetzt werden und ein
Förderantrag beim Bayerischen Naturschutzfonds eingereicht
werden soll.
Trotz der angespannten Haushaltslage der Kommunen hatte sich
keiner der Projektbeteiligten gegen eine Fortführung des
Projektes ausgesprochen. Alle werden sich weiterhin auch
finanziell am Projekt beteiligen.
„Ziel der Fortführung ist es, Sandlebensräumen dauerhaft einen
Platz in unserer Landschaft zu verschaffen und sie als typisches
Element unserer Region nachhaltig zu fördern“, erläuterte Tom
Konopka, Regionalreferent des Bundes Naturschutz in Bayern e.V.
(BN).
„Sandbiotope sind dabei nicht nur Lebensraum für seltene, oft
speziell an das „Wüstenklima“ angepasste Tiere und Pflanzen,
sondern auch Erholungs- und Lebensraum für den Menschen.
Besonders in Ballungsgebieten, wie auch im Raum Nürnberg,
profitieren viele Bürger von diesen Naturschutzflächen“, so
Konopka weiter.
Die fünfjährige Förderphase des Projektes läuft am 30. Juni
dieses Jahres aus. Durch die beispielhafte Zusammenarbeit der
Behörden und der Naturschutzverbände konnte in diesen fünf
Jahren viel geleistet werden:
Sandlebensräume haben an Stellenwert, Bekannt- und Beliebtheit
zugenommen. Sie werden in der Kommunalpolitik stärker geschätzt
und berücksichtigt.
Wertvolle Sandflächen konnten gekauft oder angepachtet werden.
30 Hektar Sandlebensräume wurden bisher über das Projekt
SandAchse dauerhaft gesichert.
Firmen gestalten freiwillig Freiflächen auf Sand. Durch die
Arbeit der Agentur SandAchse konnte die Zusammenarbeit mit über
40 Unternehmen und Einrichtungen in den kreisfreien Städten im
Projektgebiet initiiert werden.
Das Thema Sand ist in vielen Schulen Bestandteil in der
Bildungsarbeit. Über 15.000 Kinder und Jugendliche haben bei
Exkursionen und Aktionen Sandlebensräume hautnah kennengelernt.
Eine Reihe von Bildungs- und Informationsmaterialien für Lehrer,
Schüler und alle Interessierten stehen zur Verfügung.
Beim anschließenden Außentermin in der Kleinen Mainau im
Pegnitztal bei Fürth besichtigten die anwesenden VertreterInnen
der Städte, Landkreise, Fachbehörden und Trägerverbände einen
typischen Sandlebensraum, der im Rahmen der Pegnitzrenaturierung
angelegt werden konnte. Die Renaturierung des
Wasserwirtschaftsamtes Nürnberg und der Stadt fand bereits 2003
statt und führt zur Entwicklung von attraktiven Sandbänken und
Uferanrissen. Der Pegnitzstrand lässt grüßen.
Dieter Speer vom Landschaftspflegeverband Mittelfranken und
Monika Preinl vom Umweltplanungsamt der Stadt Fürth erläuterten
die im letzten Jahr durchgeführten Maßnahmen zur Schaffung eines
Sandmagerrasens in unmittelbarer Nachbarschaft zum seit Jahren
unter Naturschutz stehenden Magerrasen an der Hangkante der
Mainau. In einer konzertierten Aktion hatten der
Landschaftspflegeverband Mittelfranken, das Wasserwirtschaftamt
Nürnberg, die Agentur SandAchse, das Umweltplanungsamt sowie
SchülerInnen der Staatlichen Berufsschule in Fürth einen
Sandmagerrasen angelegt. Für Sandspezialisten wie die
Blauflügelige Ödlandschrecke, dem Wappentier der SandAchse, oder
das Silbergras wurde hiermit neuer Lebensraum geschaffen.
Gleichzeitig bieten die Flächen am Fluss und an der
Pegnitzböschung aber auch Platz für Erholungssuchende. Vor allem
Kinder können hier auf spielerische Weise das Element Sand
erfah-ren.
Die SandAchse Franken ist Bayerns größtes Naturschutzprojekt.
Beteiligt sind sieben Landkreise und fünf kreisfreie Städte von
Bamberg im Norden bis Weißenburg im Süden, sowie die
Trägerverbände Bund Naturschutz in Bayern e.V. (BN), Deutscher
Verband für Landschaftspflege e.V. (DVL) und Landesbund für
Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV). Ziel des Projektes ist der
Erhalt und die Förderung der Sandlebensräume als unersetzbare
Bestandteile unserer fränkischen Landschaft. Das Projekt
SandAchse Franken wird im Projektzeitraum (2000 – 2005)
finanziell gefördert durch den Bayerischen Naturschutzfonds aus
Zweckerlösen der GlücksSpirale unter Kofinanzierung durch die
Europäische Union (EAGFL).
Mehr zum Projekt gibt es unter www.sandachse.de.
gez. Andreas Niedling, Dr. Annette Prechtel
Projektmanagement
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